2008 rund 200.000 neue Jobs im Servicesektor

Trotz sich abschwächender Konjunktur ist die deutsche Dienstleistungswirtschaft immer noch optimistisch, wie die aktuelle Erhebung „Dienstleistungsreports Herbst 2007“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) belegt. Der Jobmotor Dienstleistungssektor laufe auch 2008 weiter, lautet das erfreuliche Fazit. Angesichts der positiven Beschäftigungspläne sei für 2008 mit rund 200.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen allein im Servicesektor zu rechnen – das sind zwei Drittel der für das kommende Jahr insgesamt prognostizierten zusätzlichen Jobs.

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Zugpferd des Jobaufbaus seien im Herbst 2007 vor allem die unternehmensnahen Dienstleister, zum Beispiel IT-Services, Zeitarbeitsfirmen, Unternehmensberatungen sowie die Verkehrs- und Logistikwirtschaft, die der Studie zufolge im Sog der weiter expandierenden Industrie die meisten Arbeitsplätze schaffen werden. Die personenbezogenen Serviceanbieter schrauben ihre Personalplanungen zwar zurück – auch aufgrund des müden Konsums –, aber auch sie wollen noch neue Mitarbeiter einstellen.

Im Dienstleistungssektor werde einmal mehr deutlich, dass Arbeit neue Arbeit schafft. So profitieren laut Studie beispielsweise Firmen aus Sozialdiensten und Gastgewerbe ganz klar von der in Folge der gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungszuwächse gestiegenen Kaufkraft der Verbraucher. Sie wollen ihrerseits nun wieder mehr Mitarbeiter einstellen.

Die Politik müsse jetzt alles tun, um diese positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu unterstützen, fordert der DIHK. Mindestlöhne seien da genau der falsche Weg. Sie schaden nach Meinung der Kammerexperten den Unternehmen, gefährden Arbeitsplätze und verringern gerade die Chancen Geringqualifizierter auf einen Job. Auch der beschlossene längere Arbeitslosengeldbezug für Ältere ist nach Einschätzung des DIHK schädlich. Die Erfahrung zeige, dass die Arbeitslosigkeit umso länger dauere, je länger Arbeitslosengeld gezahlt werde.

Die Ergebnisse der Umfrage, für die rund 10.000 Unternehmensantworten ausgewertet wurden, stehen im Internet per Download zur Verfügung. (DIHK/ml)