Gesellschaft für Konsumforschung
Die Deutschen schöpfen neue Hoffnung

Stimmungsaufhellung in Deutschland
Stimmungsaufhellung in Deutschland

Neue Hoffnung auf ein Ende der Krise keimt im Land. Nach Monaten bangen Abwartens nimmt der Optimismus in Deutschland wieder zu, ergab eine Umfrage der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Immer weniger Menschen fürchten einen weiteren Absturz der Wirtschaft. Sagten im Frühjahr 2009 nur 6 % von gut 2000 Befragten, die Krise sei im Wesentlichen überstanden, hat sich dieser Wert im Sommer bereits verdoppelt und erreicht aktuell 15 %. Auch die Zahl jener, die zumindest von einem Stopp des Sinkflugs ausgehen, stieg zwischen Mai und September von 30 % auf 36 %.

Im Gegenzug sank die Zahl derer, die den wirtschaftlichen Tiefpunkt erst noch kommen sehen. Waren es im Frühjahr noch 42 % der Deutschen, so sind es jetzt nur noch 28 %.

Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland
Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Dennoch – ein gutes Viertel der Deutschen bleibt Pessimist und harrt der Talsohle. Wie düster die Erwartungen des Einzelnen sind, hängt laut GfK nicht unwesentlich von dessen Herkunft ab. In Westdeutschland beträgt der Anteil der Dauerpessimisten noch 26 %, im Osten sind es 37 %. Im Frühjahr herrschte in dieser Frage noch Einigkeit zwischen Ost und West. Jeweils gut 40 % zeigten sich damals pessimistisch. Ein Grund für den größeren Optimismus im Westen könnte die bessere Arbeitsmarktlage im Westen sein, glauben die Nürnberger Forscher.

Auch die eigene finanzielle Situation spiele natürlich eine Rolle bei der Einschätzung der Wirtschaftslage. Gutsituierte Befragte antworten insgesamt optimistischer. Im Frühjahr hielten 38 % der finanziell abgesicherten Befragten eine weitere Abschwächung der Wirtschaft für möglich; heute sind es 22 % und damit fast um die Hälfte weniger. In der Gruppe der Befragten mit niedrigerem Einkommen fiel der Wert weniger stark von 48 auf 39 % – immerhin.

Die Ergebnisse stammen aus drei Erhebungen der GfK zwischen Mai und September, bei denen jeweils gut 2000 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt wurden. (GfK/ml)