Verarbeitendes Gewerbe
Umsatzrückgang der Autobauer Ursache für Stagnation

Bundesstatistik
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Im Februar 2010 verharrte der preisbereinigte Umsatz im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe auf dem Niveau des Vormonats (Vergleichswert Januar: +1,2 %). Während der Inlandsumsatz im Februar gegenüber dem Januar um 0,3 % abnahm, erhöhten sich im gleichen Zeitraum die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 0,3 %. Dabei verringerte sich der Absatz in die Eurozone um 1,1 %. Der Umsatz mit dem restlichen Ausland stieg hingegen um 1,5 %.

Die meisten wichtigen Wirtschaftszweige konnten im Februar sogar ein Plus vorweisen: So stieg im Februar der preisbereinigte Umsatz bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 1,2 % (Inland: +5,4 %; Ausland: -2,6 %). Die Metallerzeugungs- und -bearbeitungsbetriebe erzielten einen Zuwachs von 1,0 % (Inland: +0,5 %; Ausland: +1,8 %). Dem steht jedoch ein Umsatzverlust bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen in Höhe von 0,3 % gegenüber (Inland: -0,4 %, Ausland: -0,1 %).

Im Vergleich zum Februar 2009 lag der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Februar 2010 um 8,6 % (Vergleichswert Januar: +4,8 %). Das Geschäft mit inländischen Abnehmern nahm im Februar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,8 % zu; der Auslandsumsatz verzeichnete ein Plus von 13,1 %. Dabei steigerte sich der Absatz in die Eurozone um 9,2 %, der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 16,7 %.

Kumuliert von Januar bis Februar 2010 lag das arbeitstäglich bereinigte Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 6,7 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums; dabei erhöhte sich der Umsatz im Inland um 3,0 % und im Ausland um 11,3 %.

Langfristig betrachtet er gibt sich damit ein positives Bild, zu dem deutlich erkennbar der Export den wesentlichen Teil beiträgt. Der rückläufige Absatz der Autobauer und Zubehörhersteller im Inland kommt hingegen keineswegs überraschend, nachdem durch die Abwrackprämie im Frühjahr und Sommer letzten Jahres ganz bewusst die Konsumenten zum vorgezogenen Neuwagenkauf animiert wurden.

(Statistisches Bundesamt/ml)