Außenhandel
Chinageschäft legte im Krisenjahr 2009 zu

Bundesstatistik
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Die Geschäfte deutscher Unternehmen mit China nahmen im Krisenjahr 2009 zu – entgegen dem allgemeinen Trend im Handel mit anderen Ländern. Das ergab eine entsprechende Auswertung des Statistischen Bundesamts. Während sich die deutschen Ausfuhren 2009 um 17,9 % auf 808,2 Milliarden Euro verringerten, stiegen im gleichen Zeitraum die Ausfuhren nach China um 7,0 % auf 36,5 Milliarden Euro. Auf der Einfuhrseite zeigt sich das Geschäft mit China ähnlich positiv.

Die Einfuhr aus der Volksrepublik ging 2009 zwar zurück, jedoch weniger stark als die gesamtdeutsche Nachfrage nach ausländischen Gütern. 2009 wurden Waren im Wert von 55,4 Milliarden Euro aus China importiert, wertmäßig waren das 8,8%-weniger als im Jahr 2008. Der Rückgang der Einfuhren insgesamt fiel im gleichen Zeitraum mit -16,4 % auf 674,0 Milliarden Euro deutlich stärker aus.

China hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Handelspartner entwickelt. Entsprach die Höhe der Exporte nach China zehn Jahre zuvor noch 1,4 % des Wertes aller deutschen Ausfuhren, so hat sich der Anteil im Jahr 2009 mit 4,5 % mehr als verdreifacht. Damit nimmt China exportseitig Platz 8 unter allen deutschen Handelspartnern ein. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Importe aus China an allen Einfuhren nach Deutschland von 3,1 % auf 8,2 % (Platz 2).

(Statistisches Bundesamt/ml)

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