Arbeitsmarkt im Mai
Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

Arbeitlosenquoten
Arbeitlosenquoten

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Mai um 165.000 auf 3,242 Mil­lionen. Diese erfreuliche Nachricht hielt die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg für die Presse bereit. Der Früh­jahrs­auf­schwung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich damit auch im Mai fort. BA-Vorstandsvorsitzender Frank-J. Weise wies darauf hin, dass die positive Entwicklung alle wichtigen Indikatoren umfasst. Sai­son­be­rei­nigt nahm die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 45.000 ab. Dies, so Weise weiter, lasse auf eine konjunkturbedingte Verbesserung am Arbeitsmarkt schließen. Im Vergleich zum Mai 2009 gab es im Mai 2010 rund 217.000 Arbeitslose weniger. Auch die Unter­be­schäf­ti­gung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeits­markt­politik umfasst, liegt unter dem Vorjahresniveau.

Insgesamt sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt weiterhin moderat. Vor allem Kurzarbeit, andere betriebliche Vereinbarungen sowie ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot haben den Arbeitsmarkt beträchtlich entlastet.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben in saisonbereinigter Rechnung zuletzt zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im April saisonbereinigt um 38.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im März nach vorläufigen Berechnungen saisonbereinigt um 82.000 zugenommen.

Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit von März auf April im Zuge der Frühjahrsbelebung um 210.000 auf 40,12 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Erwerbstätigkeit praktisch nicht verändert. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im März nach der Hochrechnung der BA bei 27,38 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs um 47.000. Das ist vor allem der anhaltenden Zunahme bei der Teilzeitbeschäftigung zu verdanken (gegenüber Vorjahr +190.000), während die Vollzeitbeschäftigung leider rückläufig ist (gegenüber Vorjahr -140.000).

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den April auf 3,01 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,0 Prozent.

Im März wurde an insgesamt 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt, darunter an 693.000 aus konjunkturellen Gründen. Der Rückgang der konjunkturellen Kurzarbeit seit seinem Höhepunkt im Mai 2009 (1,5 Millionen konjunkturelle Kurzarbeiter) dürfte größtenteils auf die Rückkehr zur Vollarbeit zurückzuführen sein; andernfalls hätte sich die Arbeitslosigkeit nicht so positiv entwickelt, so die BA.

Die Daten zu den gemeldeten Stellen am ersten Arbeitsmarkt zeigen schon länger eine leicht ansteigende Tendenz. Mittlerweile werden auch die Vorjahreswerte überschritten. Das gemeldete Stellenangebot (einschließlich geförderter Stellen) nahm im Mai saisonbereinigt um 5000 zu.

Von Oktober 2009 bis Mai 2010 wurden der Ausbildungsvermittlung der BA insgesamt 381.600 Ausbildungsstellen gemeldet. Trotz Wirtschaftskrise sind das 9900 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zunahme resultiert allein aus mehr betrieblichen Stellen. Im Mai waren 171.600 Ausbildungsstellen (+15.200 gegenüber Mai 2009) noch unbesetzt und 222.600 Bewerber (-17.300 gegenüber Mai 2009) zählten als noch unversorgt.

Weitere Daten und Karten der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitslosenquote stehen online zur Verfügung.

(BA/ml)