Vorsicht Falle

Auch Pressetexte sind geschützt

RA Karsten Knobbe

RA Karsten Knobbe
©  Karsten Knobbe

Viele kleine Firmen peppen ihre Web­site mit Presse­tickern auf, in die sie Presse­texte im Original­wort­laut einstellen. Das bringt der Web­site Content und Klicks, ist schnell ge­macht und be­darf weder einer Be­arbeitung noch einer Korrektur – außer­dem sind die Texte extra für die Ver­öffent­lichung ge­schrie­ben worden. Kann doch keiner was da­gegen haben. Oder doch? Ja, leider, könnte eben doch … Und dann wird es richtig teuer. Warum, er­klärt Rechts­anwalt Karsten Knobbe im aktuellen Podcast.

Kleiner Tipp am Rande
Unternehmen, die – was eigentlich die Regel sein sollte – an einer möglichst schnellen und weiten Verbreitung ihrer Pressemitteilungen interessiert sind, sollten unbedingt an das Ende oder in die Fußnote der Pressemitteilung einen entsprechenden Hinweis auf die freie Verfügbarkeit dieses Textes und das Einverständnis des Autors (und nicht nur des Unternehmens) mit einer unentgeltlichen Veröffentlichung ohne besondere Rücksprache aufnehmen.

(ml)

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2 Kommentare:

  1. Direkte Werbung innerhalb des Kommentars könne wir leider nicht akzeptieren. Der Link in der Kommentatorenspalte muss reichen.

    Wir haben zudem Ihr Portal besucht und keine generelle Freigabe für Nutzer gefunden, die eine andere Urheberrechtssituation begründen würde. Dazu müssten Sie als Betreiber eines Presseportals von jedem Einsteller von Texten eine Rechteabtretung einfordern und Ihrerseits eine solche Abtretungserklärung im Portal an die Pressetexte anhängen oder in der AGB dokumentieren, aus der eindeutig hervorgeht, dass die Urheber der Texte mit einer generellen Nutzung einverstanden sind. Sollten wir etwas derartiges übersehen haben, könne Sie hier gerne noch einen entsprechenden Verweis auf eine solche Abtretungserklärung anbringen. (ml)

  2. Vielen Dank für den sehr informativen podcast zum Thema „Urheberrecht von Pressemitteilungen“. Das solche Meldungen dem Urheberrecht unterliegen, ist einerseits nachvollziehbar und verständlich, andererseits doch etwas verwunderlich. Da eine Pressemitteilung in der Regel doch dafür bestimmt ist, die Öffentlichkeit über etwas bestimmtes zu informieren, sollte man doch davon ausgehen können, dass es im interesse des Verfassers ist, wenn diese Mitteilung auch schnell und häufig weiterverbreitet wird und somit wirklich die ganze öffentlichkeit erreicht und nicht nur ein paar Journalisten oder Redakteure, die sich auf einem Presseportal tümmeln.
    [Sorry, direkte Werbung durch Redaktion zensiert].

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