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Die Generation M arbeitet lieber guten Gewissens

Der Umgang mit der Generation Mobile im Unternehmen, © MobileIron
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Alle lieben ihr Smartphone? Das schon, aber die Vermischung von Beruflichem und Privaten auf den Mobilgeräten sorgt zunehmend für Unbehagen. Das gilt ganz besonders bei BYOD, wo beide Welten auf demselben Gerät Platz finden müssen: In einer neuen Studie von MobileIron geben 58 % der befragten Arbeitnehmer der „Generation Mobile“ an, ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die MobileIron Gen M Survey wollte weltweit von über 3500 Voll- und Teilzeitfachkräften, die mobile Geräte für ihre Arbeit verwenden, wissen, wie sie mit dem Shadow Tasking klarkommen, also damit, dass sie während der Arbeitszeit persönliche Angelegenheiten mobil erledigen – und im Gegenzug berufliche Aufgaben in der eigentlich arbeitsfreien Zeit erfüllen. Im Durchschnitt erledigt die Gen M über ein Viertel ihrer Arbeit (26 %) auf Smartphones oder Tablets.

Die Kernergebnisse: 82 % der Gen M führen während der Arbeitszeit mindestens eine private Tätigkeit auf mobilen Geräten durch (gegenüber 72 % der Nicht-Gen-M-Fachkräfte). Und: 64 % führen während der arbeitsfreien Zeit mindestens eine arbeitsbezogene Tätigkeit auf mobilen Geräten durch (Nicht-Gen-M: 54 %).

Viele Beschäftigten sehen ihr eigenes Verhalten aber mit gemischten Gefühlen: 58 % der Gen M haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie persönliche Mitteilungen während der Arbeitszeit erhalten (und zu 61 %, wenn sie arbeitsbezogene Mitteilungen während der Freizeit erhalten). MobileIron konstatiert daher eine deutliche Veränderung der Arbeits- und Lebenswelt: „Mobile IT ändert grundlegend die Art, wie wir arbeiten und leben“, sagt Bob Tinker, CEO von MobileIron. „Die Gen M Studie spiegelt unserer Meinung nach die gerade entstehende Kultur einer umfassenden Vernetztheit innerhalb des modernen Geschäftslebens wider.“

Speziell für Deutschland zeigen die Studienergebnisse, dass die Beschäftigen vergleichsweise streng mit sich und der Situation umgehen; sie plagt mehr als die Mitarbeiter in anderen Ländern ein schlechtes Gewissen, wenn sie persönliche Mitteilungen am Arbeitsplatz erhalten: Während weltweit 53 % der Gen-M-Fachkräfte mindestens einen privaten Telefonanruf pro Tag während der Arbeitszeit machen, sind es hierzulande nur 51 %. Ähnlich sieht es bei SMS aus: Weltweit senden 57 % der Gen M mindestens eine private Kurznachricht pro Tag während der Arbeitszeit, in Deutschland sind es 52 %. Der Befragung zufolge würden deutsche Gen-M-Mitarbeiter aber sogar kündigen, wenn der Arbeitgeber ihre Flexibilität einschränkt. 
Sie schätzen Shadow Tasking als Möglichkeit, sowohl ihre arbeitsbezogenen als auch ihre privaten Tätigkeiten während des Tages zu erledigen.

MobileIron hat daher eine Reihe von Ratschlägen für das Enterprise Mobility Management parat, die Unternehmen bei der notwendigen Neufassung ihrer Arbeitsbestimmungen beachten sollten. Denn bei der Rekrutierung und langfristigen Bindung von Mitarbeitern würden jene Unternehmen am erfolgreichsten sein, die den Arbeitsstil der Gen M positiv begleiten und unterstützen, sodass kein schlechtes Gewissen bei den Mitarbeitern aufkommt. Am wichtigsten sei bei allen Enterprise Mobility Solutions die Möglichkeit der selektiven Datensicherung auf BYOD-Geräten durch das Unternehmen, und zwar ohne dass persönliche Daten beeinträchtigt würden. Dazu gehört außerdem eine gewisse Freiheit in der Gestaltung der Arbeitsabläufe ebenso wie die Orientierung an klaren Zielen – dann sei weniger wichtig, wann und wo die dafür notwendige Arbeit getan wird. Für die Top-down-Kommunikation sollten klare Grenzen gelten. Nicht zuletzt sei bei BYOD-Konzepten ein finanzieller Ausgleich zu erwägen, damit die Mitarbeiter tatsächlich die mobile Hard- und Software wählen, die für die Erledigung der Arbeit am geeignetsten ist.

Die Kuriosa zum Schluss – eine kleine geografische Typologie der mobilen Arbeitswelt: Französische Fachkräfte führen besonders häufig mobile Arbeiten durch, während sie fahren. Spanier erledigen besonders häufig mobile Arbeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln. Britische Fachleute nutzen Mobile IT, um ihr Zuhause während der Arbeitszeit zu überwachen. Und US-Fachkräfte arbeiten gern mobil im Badezimmer – damit ist endlich auch klar, warum 51 % der Digital Natives schon einmal das Smartphone ins Klo gefallen ist.

Das zusammenfassende Whitepaper mit den Empfehlungen und Best Practices gibt es bei MobileIron gegen Angabe der Kontaktdaten als PDF zum Download. (Quelle: MobileIron/red)