WLAN-Mesh-Systeme im Test
Beim WiFi-Zwilling bricht der Speed ein

© Dr. Harald Karcher

Wenn das WLAN zu Hause nicht in alle Ecken reicht, gibt es eine Reihe von Lösungen. Relativ neu sind in diesem Szenario sogenannte WiFi-Mesh-Netze. Sie ver­sprechen flächen­deckendes WLAN unter einer einzigen SSID. Die Frage ist: Was kommt wirk­lich an? Genau das hat Dr. Harald Karcher im Praxis­test nachgemessen.

Was derzeit als Trend aus den USA herüberschwappt, sieht mitunter aus wie eine Blumenvase, könnte aber auch ein schickes Connectivity-Accessoire sein: Die noch jungen WLAN-Mesh-Systeme dienen sich als hübsche Haushaltsgeräte an und sollen das WiFi-Netz im ganzen Haus verbreiten – bei gleichbleibend guter Verbindung und mit nur einer einzigen SSID, also ohne dass der Anwender, wenn er mit dem Smartphone durch die Wohnung spaziert, auch nur bemerken würde, dass sein Zugangspunkt gewechselt hat. Im Test auf Stromverbrauch, Speed und Reichweite hat sich Karcher das Eero Home WiFi System, Google WiFi, das Luma Surround WiFi System und Netgear Orbi vorgenommen, außerdem eine Vergleichsarchitektur, die ziemlich genau denselben Komfort (Single SSID) bietet, aber keine genuine Mesh-Technologie ist: die AVM Fritz!Box 7580 mit dem Fritz!WLAN Repeater 1750E. Tatsächlich hat diese Router-und-Repeater-Kombi bei der Übertragungs­geschwindigkeit im Durchschnitt über vier Etagen sogar am besten abgeschnitten. Zumindest für die erste Generation von WiFi-Mesh-Systemen gilt offenbar:

„Die Marketing-Parole, dass die neuen WLAN-Mesh-Systeme an der ersten WLAN-Verstärkerstation keinen (!) Speed-Einbruch erleiden würden, hat sich in unserer konkreten Testumgebung als völlig falsch erwiesen.“

Der vollständige Prüfbericht steht im MittelstandsWiki unter WiFi-Mesh-Systeme im Test.