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Auf schnellen Wandel mit PaaS kontern

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Von Sabine Philipp im Auftrag von Oracle Deutschland

Unter allen Cloud-Diensten ist Platform as a Service am schwersten zu verstehen. Woran das liegt, ist klar: PaaS hat seine stärksten Vorteile auf der unternehmerisch-strategischen Seite, erfordert aber in vielen Anwendungsbereichen ein Grundverständnis im Bereich IT-Betrieb. Entscheidend ist daher, dass das Management sich die technologischen Vorteile von Plattform-Services – ob für eigene BI-Analysen oder für die Entwicklung eigener Applikationen – in bezifferbare Effizienzvorteile übersetzen kann.

Manager entscheiden für Entwickler

Wo die IT-Abteilung mit PaaS einen Zugang zu Programmierungs- oder Laufzeitumgebungen mit flexiblen, dynamisch anpassbaren Rechen- und Datenkapazitäten bekommen soll, ist daher zweierlei nötig: erstens jemand, der z.B. weiß, wie man eine Datenbank bedient oder eine Middleware-Umgebung aufsetzt – in aller Regel ist das eben die IT-Abteilung. Zweitens muss ein heller Kopf auf Entscheiderebene verstehen, dass PaaS die Software-Entwicklung ganz enorm beschleunigen und günstiger gestalten kann (weil das Unternehmen keine eigene Infrastruktur bereitstellen und unterhalten muss).

Beide Seiten müssen den besten Dienst für ihre gemeinsamen Zwecke finden, je nachdem, ob sie eigene Geschäftsanwendungen neu entwickeln und betreiben, modifizieren und in eigene Rechenzentrums- oder Cloud-Umgebungen integrieren wollen, welche Tools, Emulatoren und Bibliotheken sie dazu brauchen, ob sie mehrere App-Versionen parallel laufen lassen wollen oder ob räumlich verteilte Teams daran arbeiten sollen. PaaS ist eben eine technische Lösung für strategische Entscheider.

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Mark Borgmann ist Cloud Sales Leader Germany bei Oracle. Der studierte Betriebswirt berät Unternehmen im Bereich PaaS-Technologien und kennt das IT-Geschäft auch von der Anwenderseite her. Oracle versteht sich auf dem Feld von PaaS als Innovations-Enabler und bietet Unternehmen umfangreiche Cloud-Plattformdienste, die von der (Mobil-)Anwendungsentwicklung und Integration über Datenmanagement und Collaboration bis hin zu Business Analytics reichen.


ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, Riesstraße 25, 80992 München, 0800-1824138, dir_ie@oracle.com, www.oracle.de

Dabei muss nicht jedes Anwenderszenario bei der Technik ansetzen. Ob Applikationen ihren Input z.B. aus PaaS-Datenbanken in der Cloud beziehen, macht für die Anwender in der Praxis keinen Unterschied (außer, dass sie im Zweifelsfall schneller arbeiten, weil die Admins ihre Lasten praktisch frei verschieben können). Ähnliches gilt für ganze Arbeitsumgebungen inlusive Collaboration, für Business Analytics als PaaS oder – ganz aktuell – für Instrumente zur Kundenbindung und User Experience.

Selbst dort, wo mittelständische Unternehmen nicht genug Kräfte für Eigenentwicklungen bzw. -modifikationen im Haus haben, können sie Unterstützung erfahren: Anbieter wie Oracle stehen auch beratend zur Seite und wissen geeignete Partnerunternehmen zu benennen: „Es ist ein großer Komfort, wenn der PaaS-Anbieter Experten vermitteln kann, die z.B. Erweiterungen, Prozess- und Applikationsanpassungen oder Datenbankoptierungen erstellen können“, betont Borgmann. „Und die in Bezug auf die Technologien, aber auch vertikal, spezialisiert sind, d.h. die Prozess-Know-how der jeweiligen Branche mitbringen.“

Serie: Platform as a Service
Teil 1 schafft Klarheit und erklärt, was mit PaaS gemeint ist. Ein paar konkrete Szenarien machen auch deutlich, wo der Hauptvorteil liegt: in der schnellen Reaktion. Teil 2 greift das Stichwort „Agility“ auf und setzt genauer auseinander, wie PaaS die IT von Unternehmen so beweglich macht, dass sie mit dem sich rasch wandelnen Geschäft mithalten kann.

Plattform-Dienste bleiben kompatibel

Worauf sollte das perfekte Team aus IT und Management bei der PaaS-Wahl also achten? „Bei dem Thema dreht sich alles um Services“, sagt Borgmann. Deshalb ist für ihn die entscheidende Frage: Kann ich mit der Technologieplattform die Lösungen realisieren, die ich umsetzen möchte? Sein Standpunkt: „Ich kann jedem nur dazu raten, sich eine Plattform zu suchen, die technologisch erwachsen ist und mit den Produkten und Lösungen ausgestattet ist, die in den letzten Jahren marktführend waren.“

Ein anderer, sehr wichtiger Aspekt sind für ihn offene Standards. Denn sie sollen sicherstellen, dass eine Entwicklung auch intregrierbar bleibt. Andernfalls „bekommt man irgendwann einmal Probleme, wenn man die Lösungen anderer Anbieter anbinden möchte“, warnt der Experte.

Mobility treibt die PaaS-Nachfrage
Dass sich PaaS etablieren wird, steht kaum infrage. Dazu ist der Druck aus dem Markt und im Wettbewerb zu hoch, ganz besonders seit dem Siegeszug der App-bedürftigen Mobilgeräte. Eine von Progress gesponserte Vanson-Bourne-Umfrage unter 700 Entscheidungsträgern proklamierte daher bereits 2014 das „DYOA-Zeitalter“ (Develop Your Own Application). Ergebnis der weltweiten Erhebung: 70 % nutzen bereits PaaS-Lösungen oder planen deren Einsatz. Die 2015 State of Mobility Global Developer Survey (Telerik) zeigt, dass der Bedarf an plattformübergreifender Entwicklung entsprechend hoch ausfällt. Global geht auch die Vorteilsgewichtung in eine vernünftige Richtung: 54 % der PaaS-Anwenderunternehmen nannten bei der Progress-Befragung zuerst die Zeitersparnis bei der Entwicklung und Einführung von Anwendungen, 51 % achten vor allem auf Kosteneinsparungen.

Fazit: Business Agility braucht IT Agility

Innovations- und Anpassungsfähigkeit sind die Merkmale von Unternehmen, denen man zutraut, dass sie es über die kommenden Jahre schaffen. Für 40 % der deutschen Unternehmen ist mangelnde Innovationsfähigkeit und ein Zurückbleiben hinter technischem Fortschritt die größte Bedrohung der nächsten fünf Jahre – so das Fazit von „Innovate or Perish“ (Vanson Bourne im Auftrag von Automic). Das Lösungswort zu diesem Problem heißt Agilität (Agility). Und es fällt auf, dass die Bereitschaft, das eigene Unternehmen schnellen Marktveränderungen ebenso rasch anzupassen, durchaus da ist. Was oft noch fehlt, ist die IT Agility, also die Fähigkeit der IT, die gewollte Business Agility auch umzusetzen.

Genau an dieser Stelle punktet PaaS: als eine flexible Umgebung für die rasche Entwicklung – nicht zuletzt von Mobilanwendungen. Dass sich diese Applications dann auch in dieser Umgebung betreiben und im besten Fall umstandslos mit den eigenen Systemen im Haus kurzschließen lassen, kommt noch dazu. Das Hauptargument lautet aber im Moment: Entwicklung muss schnell gehen – und das funktioniert per Platform as a Service doch am besten.

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