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Activity Based Costing (ABC) enthält einen einfachen Grundgedanken: Es misst die Kosten bei den Aktivitäten, denn dort fallen sie an. ABC besteht also in der Aufteilung der Planungs-, Steuerungs- und Überwachungsaktivitäten in Teilprozesse sowie der Zuordnung der Kostenarten, die an verschiedenen Kostenstellen erfasst werden, zu diesen Teilprozessen. Mit Activity Based Costing lassen sich beispielsweise Kostentreiber bestimmen und deren Anteile an den Gemeinkosten verursachungsgerecht zuordnen. Damit eignet sich ABC hervorragend als Grundlage für ein effizientes [[Controlling]].
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Activity Based Costing (ABC) ist eine Methode der betrieblichen [[Kostenrechnung]] und damit ein wichtiges Instrument des [[Controlling]]. Das Ziel besteht darin, diejenigen Kosten, die nicht eindeutig und unmittelbar dem Produkt zugerechnet werden können, präzise zu erfassen. Anders als traditionelle Verfahren, die für die Berechnung dieser [[Gemeinkosten]] z.B. einfach verwaltungstechnische Einheiten (Lohnstelle, Hausmeisterei etc.) anteilig aufschlagen, bemüht sich ABC um eine möglichst genau Identifizierung der einzelnen regelmäßigen Vorgänge und Prozesse (activities). Umfangreichere Prozesse werden dabei in kleinere Teilprozesse zerlegt, sodass sich die deren Anteile an den Gesamtkosten verursachungsgerecht zuordnen lassen. Der Grundgedanke ist dabei ganz ähnlich wie beim [[Activity Based Management]].
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Zur Interpretation der ABC-Rechnung müssen in der Regel allerdings noch Vergleichszahlen oder andere Analyseinstrumente hinzugezogen werden. Manche Prozesse, die so betrachtet unverhältnismäßige Kostentreiber wären (das klassische Beispiel ist die Beschwerdestelle), erbringen nämlich dennoch Leistungen, die für den Erfolg des Unternehmens ausschlaggebend sein können.

Version vom 29. November 2006, 08:51 Uhr

Von Hans Klumbies

Activity Based Costing (ABC) ist eine Methode der betrieblichen Kostenrechnung und damit ein wichtiges Instrument des Controlling. Das Ziel besteht darin, diejenigen Kosten, die nicht eindeutig und unmittelbar dem Produkt zugerechnet werden können, präzise zu erfassen. Anders als traditionelle Verfahren, die für die Berechnung dieser Gemeinkosten z.B. einfach verwaltungstechnische Einheiten (Lohnstelle, Hausmeisterei etc.) anteilig aufschlagen, bemüht sich ABC um eine möglichst genau Identifizierung der einzelnen regelmäßigen Vorgänge und Prozesse (activities). Umfangreichere Prozesse werden dabei in kleinere Teilprozesse zerlegt, sodass sich die deren Anteile an den Gesamtkosten verursachungsgerecht zuordnen lassen. Der Grundgedanke ist dabei ganz ähnlich wie beim Activity Based Management.

Zur Interpretation der ABC-Rechnung müssen in der Regel allerdings noch Vergleichszahlen oder andere Analyseinstrumente hinzugezogen werden. Manche Prozesse, die so betrachtet unverhältnismäßige Kostentreiber wären (das klassische Beispiel ist die Beschwerdestelle), erbringen nämlich dennoch Leistungen, die für den Erfolg des Unternehmens ausschlaggebend sein können.