DIW-Konjunkturbarometer
Aufschwung gewinnt im Mai an Kraft

Wie das aktuelle DIW-Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschafts­for­schung (DIW) in Berlin zeigt, kommt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nach zwei schwachen Quartalen endlich wieder in Schwung. Das Institut erwartet für das zweite Quartal ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 %. Die wesentlichen Wachstumstreiber liegen in der Industrie und in der Bauwirtschaft.

So wuchs das produzierende Gewerbe im ersten Quartal um kräftige 3,1 %. Die zunehmende Besserung der Auftragslage in der Industrie spricht laut DIW-Experten für eine Fortsetzung dieser Tendenz. Deutliche Zuwächse in den exportgetriebenen Schlüsselindustrien zeugen ihrer Meinung nach von einem Aufschwung, der sich zunehmend stabilisiert. Die Belebung in der Bauwirtschaft sei dagegen in erster Linie temporär und werde durch die günstigeren Witterungsbedingungen und die Konjunkturprogramme getrieben.

Auf der Nachfrageseite bleibe aber der private Verbrauch das Sorgenkind, warnt das Berliner Institut. Jedoch dürfte sich die Dynamik – bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Erholung – im aktuellen Quartal wieder bessern. Die weit verbreitete Sorge um den Euro belaste die Entwicklung jedoch, kritisieren die Experten. Die realwirtschaftlichen Effekte der Verunsicherung lassen sich nach Meinung der DIW-Experten zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum verlässlich beziffern.

(DIW/ml)

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