Großhandelspreise im April
Großhandel drehte kräftig an der Preisschraube

Bundesstatistik
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Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im April 2010 um 6,0 % über dem Stand von April 2009. Dies war die höchste Jahresteuer­ungs­rate seit August 2008. Im März 2010 lag der vergleichbare Wert bei +4,3 % und im Februar 2010 bei sogar nur +2,1 %. Im Vergleich zum März 2010 stiegen die Großhandelspreise im April 2010 um 1,7 %. Auch dieser Wert lag in den beiden Vormonaten deutlich niedriger (März: +1,3; Februar: +0,1).

Insbesondere im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen verteuerten sich im April 2010 die gehandelten Güter gegenüber April 2009, und zwar um 21,4 %. Im Vergleich zum Vormonat März 2010 stiegen die Preise hier um 4,9 %. Im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug erhöhten sich die Preise im April 2010 um 16,6 % gegenüber April 2009 und um 6,7 % gegenüber März 2010.

In der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor waren im April 2010 auf Großhandelsebene Obst, Gemüse und Kartoffeln im Vergleich zum April 2009 um 9,4 % und im Vergleich zum März 2010 um 1,4 % teurer. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette stiegen gegenüber April 2009 um 1,6 %, lagen aber um 0,3 % unter dem Niveau vom März 2010. Getreide, Saatgut und Futtermittel waren im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2009 um 2,9 % günstiger, kosteten aber 0,9 % mehr als im März 2010.

(Statistisches Bundesamt/ml)

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