Azubi-Mangel
Bäcker suchen im Internet händeringend Nachwuchs

Amin Werner (l.), Peter Becker (r.)
Amin Werner (l.), Peter Becker (r.)

Noch vor kurzem gab es zu wenig Ausbildungsstellen. Angesichts der Krise wurde sogar eine weitere Verknappung erwartet. Aber das Gegenteil ist eingetreten. Heute sind geeignete Nachwuchskräfte im Handwerk Mangelware. Einige Betriebe locken künftige Azubis be­reits mit Geschenken, z.B. einem Netbook, wie Spiegel Online vor kurzem zu berichten wusste. Über die Nachwuchsprobleme der Bäcker sprachen wir mit zwei Repräsentanten der backenden Zunft: Peter Becker (r. i. B.) ist Prä­si­dent des Zentralverbands des Deut­schen Bäckerhandwerks, Amin Werner (l. i. B.) Haupt­ge­schäfts­führer des Zentralverbands.

Bei den deutschen Bäckern sind derzeit rund 35.000 Azubis unter Vertrag. Für 500 Ausbildungsstellen fand das Bäckerhandwerk im letzten Jahr jedoch trotz Werbung im Radio keine geeigneten Bewerber. Dieses Jahr wollen unsere beiden Gesprächspartner und ihre Mitstreiter die Jugendlichen da abholen, wo sie sich besonders gerne und viel aufhalten: in Facebook & Co. Der Zentralverband der Bäcker wird deshalb heuer verstärkt im Internet werben. Aber auch die gute alte Walz soll wiederbelebt werden, denn Romantik kommt bei den Jugendlichen wieder an.

Wären das eventuell auch Lösungen für andere Handwerksbereiche? Wir stellten unseren beiden Interviewpartnern auch diese Frage. Hören Sie ihre Antworten selbst.

Einen ergänzenden Video-Podcast, u. a. mit Urs Büttner aus Hannover, der als einer der ersten seiner Zunft, wieder eine Walz unternahm, finden Sie hier.

(ml)