ecotastic, Folge 1
Umweltbewusstes Handeln soll belohnt werden

Fabian Lindenberg, ecotastic
Fabian Lindenberg, ecotastic

Die Zahl der umweltbewussten Deutschen wächst seit Jahren, aber ökologisches Bewusstsein allein reicht nicht. Dem Denken muss ein entsprechendes Handeln folgen. Das Berliner Start-up ecotastic – ein Wortmix aus „ecology“ und „fantastic“ – möchte diesen Prozess durch Belohnung beschleunigen. Wir sprachen mit Fabian Lindenberg, einem der drei Gründer des Start-ups, über die Geschäftsidee und die Gründungsgeschichte von ecotastic.

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Wie bringt man Menschen dazu, sich umweltbewusster zu verhalten? Am besten durch Belohnung lautet das Credo des Berliner Gründers Fabian Lindenberg und seiner Mitgründer Anna Yukiko Bickenbach und Ralf Gehrer. Fabian und Ralf sind Master-Absolventen des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam. Anna besitzt einen Master-Grad in Integrated Natural Resource Management der Berliner Humboldt Universität.

Wie so oft stand auch für die Idee hinter ecotastic eine Alltagserfahrung Pate: Fabian Lindenberg und sein Kommilitone Ralf Gehrer wollten bei ihrem gemeinsamen Auslandsstudium in Kalifornien die Mitbewohner ihrer Studenten-WG dazu bewegen, eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Als der Erfolg auf sich warten ließ, begannen die beiden Deutschen darüber nachzudenken, wie man Mitmenschen dazu bewegen kann, umweltbewusster zu handeln und kamen zu dem Schluss, ein Belohnungssystem wäre wohl die effizienteste Lösung.

Zurück in Deutschland entwickelten sie eine Software für Smartphones, mit der eine solche Belohnung nach dem Prinzip eines Bonuspunktesystems möglich ist. Noch gibt es diese Software nur für Smartphones mit dem Betriebssystem Android, aber eine iOS-App für iPhones ist bereist in Planung.

Und so funktioniert es: Mit der Registrierung und Anmeldung bei ecotastic wird der Smartphone-Nutzer Teil eines sozialen Netzwerks. Entscheidet er sich für eine umweltfreundliche Alternative, schießt er mit der Handykamera ein Foto, das seine Entscheidung dokumentiert und postet dieses samt einer kurzer Schilderung der Umstände per App im ecotastic-Netz. Nun können die anderen ecotastic-Nutzer diese „gute Tat“ mit Punkten belohnen. Für eine bestimmte Punktzahl erhält der Nutzer bei Vertragspartnern des Start-ups Rabatte und andere konkrete Vergünstigungen.

Im Gegensatz zu reinen Rabattplattformen bietet ecotastic seinen Nutzern jedoch noch weitere Vorteile, mit denen nur soziale Netzwerke aufwarten können: den Kontakt zu Gleichgesinnten, ihre Anerkennung und einen spannenden sportlichen Wettstreit darum, wer im Sinne der gemeinsamen Überzeugung die meisten Punkte sammelt.

Im zweiten Teil unseres Interviews, den wir in Kürze hier im MittelstandsWiki veröffentlichen werden, erfahren Sie mehr über das Finanzierungsmodell des Start-ups und die Zukunftspläne der drei Gründer. (ml)