Internet Movie Database besser als Filmlexikon

Auf das „Neue Filmlexikon 2006“ von Systhema/USM zum Preis von 50 Euro soll kein Verlass sein. In einem Test der Computerzeitschrift PC Professionell erreichte das Programm lediglich die Note mangelhaft. Eine bessere Alternative sei die kostenlose Internet Movie Database.

Zwar sei die Anzahl der im „Neuen Filmlexikon 2006“ behandelten Filmtitel groß. Allerdings relativieren sich die Zahlen aufgrund zahlreicher Alternativtitel, Dubletten und fehlerhafter Angaben. So reduziert sich die Zahl von über 165.000 Streifen auf insgesamt
etwa 75 000 Filme. Erschreckend sei auch die Qualität des Lexikons. Allein 15 Minuten nach dem ersten Start fanden die Tester schon zehn gravierende Fehler wie falsche Namen, falsche Werkzuschreibungen oder lebende Personen, die als verstorben geführt sind.

Auch Detailinfos seien nicht auf dem aktuellen Stand und sehr lückenhaft. Bei insgesamt etwa 8000 Bildern in oft nur ausreichender Qualität gingen viele Filme ebenfalls leer aus. Die Filmtrailer-Clips seien zwar von guter Qualität, doch willkürlich ausgewählt. Die Bedienung falle leicht, aber es würden wichtige Funktionen fehlen (Quelle: PC Professionell 4/06).

Webmaster müssen Halo-Effekt beachten

Im Bruchteil einer Sekunde entscheiden Websurfer, ob eine Website gefällt, uninteressant oder gar unseriös ist. Das ergab eine Untersuchung der Universität Ottawa in Kanada.

Freiwilligen wurden sehr kurz Bilder von Webseiten gezeigt, die vorher als leicht lesbar oder besonders unübersichtlich eingestuft wurden. Die Testpersonen wurden danach gebeten, auf einer Skala zu bewerten, wie ansprechend sie eine Seite fanden. Obwohl die Bilder nur für 50 Millisekunden gezeigt wurden, waren die Bewertungen sehr ähnlich zu denen, die nach längerer Begutachtung einer Website gefällt wurden. 50 Millisekunden genügten danach, bis ein Surfer eine mehr oder weniger feste Meinung über eine Website gefunden hat.

Psychologen nennen dies den Halo-Effekt. Die Surfer, die einen guten ersten Eindruck von einer Website hatten, blieben auch später dabei. Damit bewiesen sie sich selbst, dass sie eine gute erste Entscheidung getroffen hatten. Der Grund dafür sei, dass Menschen gern Recht haben und bestätigt werden wollen. Notfalls bestätigen sie sich eben selbst, auch wenn dies unbewusst geschehe. Deshalb sollten Websites unbedingt frei von Barrieren sein (Quelle: Internet Professionell 4/06).

Google-Alternativen wollen Suchen belohnen

Yahoo plant, Nutzern seiner Suchmaschine Vergünstigungen einzuräumen, wenn sie sich festlegen. Als Anreize seien Mail-Speicherplatz, Musikdownloads, Spenden an wohltätige Organisationen, Guthaben für VoIP-Gespräche ins Festnetz und Flugmeilen denkbar. Ähnliches plant auch MSN. Microsoft-Chef Bill Gates soll angekündigt haben, Besucher zu entlohnen, in dem sie gegebenenfalls am Werbeumsatz beteiligt würden.

Hintergrund dieser Überlegungen seien geringe Marktanteile von MSN und Yahoo gegenüber Platzhirsch Google. Der Branchenprimus erreichte im Dezember 2005 einen Marktanteil von 48,8 Prozent (plus 5,7 Prozent), während Yahoo und Microsoft bei 21,4 beziehungsweise 10,9 Prozent landeten und damit 0,3 und 3,1 Prozent einbüßten (Quelle: Internet Professionell 4/06).

Virenscanner brauchen zusätzliche Programme

Gefährliche PC-Schädlinge würden von vielen aktuellen Virenscannern einfach übersehen werden. Schutz böten lediglich Tools zum gezielten Aufspüren von so genannten Rootkits, die sich tief im System verstecken und interne Daten vom eigenen Rechner weiterleiten, ergab eine Untersuchung von PC Professionell.

Ein von allen gängigen Virenscannern erkanntes Exemplar des Netsky.C Wurms wurde auf einen Testrechner eingeschleust, in dem das Rootkit aktiviert und die verseuchte Datei damit versteckt wurde. Weder der Windows-Explorer noch der dir-Befehl im DOS-Fenster zeigten die Datei dann noch an. Geradezu erschreckend war aber, dass die Programme von GData, McAfee und Panda sowie das neue Antivir den Schädling auch nicht mehr aufspürten. F-Secure Anti-Virus brachte bei einem Scan über alle Laufwerke (Festplatten nach Viren scannen) auch keine Meldung – erst bei der Option Computer vollständig überprüfen oder Rootkits nach Spyware scannen wurde er fündig. Norton Antivirus identifizierte Netsky trotz Tarnkappe auf Anhieb. Nur die Bildschirmausgabe stiftete etwas Verwirrung: Im Test meldet der Scanner sechs verbleibende Risiken, zeigte aber nur eines davon an (eine ungetarnte Datei). Nach deren Entfernung verblieben angeblich noch fünf Risiken, während laut einer anderen Meldung alle behoben waren.

Nur der Rootkit Revealer spürte im Test Rootkits und versteckte Malware sicher auf. Ergänzend zum Antiviren-Programm bietet die Firma F-Secure eine Rootkit-Erkennung namens Blacklight als kostenlose, aber zeitlich begrenzte Einzellösung an. Beide Programme fanden im Test alle Dateiverstecke (Quelle: PC Professionell 4/06).

Tablet-PCs erkennen Handschriften zu 98 Prozent

Wer einmal mit der Schrifterkennung eines Tablet-PCs gearbeitet hat, würde nie mehr eine richtige Tastatur nehmen wollen, ist das Ergebnis eines umfangreichen Tests der Computerzeitschrift PC Professionell. Lediglich die stattlichen Preise zwischen 1700 und 4200 Euro hielten eine massenhafte Verbreitung noch auf.

Der Anwender schreibt mit einem Stift aufs Display. Eine Handschrifterkennung wandelt die Notizen in Text um, der in Windows-Anwendungen weiterverarbeitet wird. Die Texterkennung funktioniert inzwischen wesentlich besser als bei den Vorgängergenerationen. Im Idealfall liegt die Erkennungsrate bei 98 Prozent, so der Test. Auch Skizzen können mit dem Stift gezeichnet und in Präsentationen eingebunden werden. Die Geräte wiegen im günstigsten Fall nur 1,45 Kilogramm, und die Akkus halten bis zu fünfeinhalb Stunden durch – eine echte Alternative zu »normalen« Notebooks. Auch lahmende Prozessoren gehören der Vergangenheit an. Mit den aktuellen Mobilprozessoren von Intel sind die Tablets nicht nur flott, sie bleiben auch angenehm kühl – die Unterseite wird allenfalls handwarm.

Vergleichssieger wurde der Fujitsu Siemens Stylistic ST5032 zum Preis von 2950 Euro, dem die Tester unter anderem ein gutes Display und ein durchdachtes Bedienkonzept bescheinigten (Quelle: PC Professionell 4/06).

Frühjahrsputz kann Windows schneller machen

Zwei Stunden und wenige Arbeitsschritte sollen ausreichen, um Windows XP zu entschlacken und wieder auf Vordermann zu bringen. Dann könne der Rechner schneller, stabiler und speichersparender als am ersten Tag laufen, empfiehlt die Computerzeitschrift PC Professionell.

Zunächst sollte man überflüssige Dateien ausfindig machen und löschen. Dazu gehören beispielsweise alle automatisch auf Festplatte gespeicherten Service-Pack- und Windows-Update-Backups. Zu finden sind die Ordner unter Windows\$. Wer neue Updates nicht wieder deinstallieren will, kann bedenkenlos alle $-Ordner löschen. Ähnliches gilt für Inhalte im Verzeichnis Windows\SoftwareDistribution\Download oder die Temp-Ordner.

Deutlich schneller könne der Rechner werden, wenn man alte Treiber für Grafik-, Sound- oder TV-Karten konsequent durch die aktuellsten Versionen ersetzt. Performancegewinn bringe auch das radikale Ausmisten des Autostart-Ordners. Hier sollten wirklich nur die Programme beim Systemstart geladen werden, die man zur Arbeit benötigt. Generell gelte: Auf Software, die man nicht wenigstens zweimal im Monat nutzt, kann häufig getrost verzichtet werden.

Schließlich sollte auch die Anzahl der gestarteten Windows-XP-Services überprüft und minimiert werden. Zahlreiche Tools, die Microsoft beim Start als nützlich erachtet, sind es in der Praxis nicht. Das Aufräumen schafft nicht nur Platz im Arbeitsspeicher, sondern macht Windows auch sicherer. Computerlaien sollten hier ein kostenloses Tool aus dem Internet benutzen: SVC2 KXP 2.2 (Quelle: PC Professionell 4/06).

Web-Browser zeigen Grafiken unterschiedlich

Alternative Browser wie Firefox und Opera gewinnen an Verbreitung, die ein Umdenken unter Webdesignern erforderlich macht. Ein Vergleich verschiedener Browser bei der Darstellung einfacher Grafiken im GIF-, JPEG- und PNG-Format ergab, dass Gecko und Opera gleichauf liegen. Lediglich der Internet Explorer kann die Transparenz in PNG-Grafiken nicht darstellen. Das Vektorgrafikformat SVG (Scalable Vector Graphics) zeigt Opera ohne weitere Treiber am besten an. Zwar hat auch der Firefox 1.5 eine grundlegende SVG-Unterstützung. Diese zeigt jedoch nur einen Teil der Grafiken an. Während Internet Explorer, Netscape und K-Meleon mit den SVG-Treibern von Adobe dazu gebracht werden können, die Vektorgrafiken richtig anzuzeigen, hat diese Installation weder auf Firefox noch auf Opera irgendeine Wirkung.

Microsofts Internet Explorer hält sich nur teilweise an die Vorgaben des WWW Consortiums (W3C), des Gremiums zur Standardisierung des World Wide Webs. Dass viele Seiten dennoch im IE besser dargestellt werden als in anderen Browsern oder gar nur mit ihm laufen, liegt daran, dass die Web-Entwickler es sich zu Eigen gemacht haben, spezielle IE-Features zu verwenden, die nichts mit den W3C-Vorgaben zu tun haben. Seit dem Firefox-Boom müssen Webdesigner deshalb wieder verstärkt darauf achten, den kleinsten gemeinsamen Nenner bei Spezialfunktionen zu verwenden und so die Seiten gut darstellbar zu machen, empfehlen Tester der Zeitschrift Internet Professionell.