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Externe Clouds für den Mittelstand, Teil 2

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Verantwortung so weit die Leitung reicht

xiaoliangge

Von Sabine Philipp im Auftrag von Oracle Deutschland

Eines liegt auf der Hand: Bei einer externen Cloud ist das Unternehmen vom Internet-Anschluss abhängig. Ein starker DSL-Anschluss ist daher das Mindeste. Bei der Arbeit mit der Cloud gilt außerdem, dass die Daten sowohl herunter- als auch hochgeladen werden; anders als sonst ist neben der Download-Geschwindigkeit daher auch die Upload-Leistung essenziell.

Ein symmetrischer DSL-Anschluss (SDSL) bietet bereits diese höheren Geschwindigkeiten; noch besser wäre ein ordentlicher Glasfaserhausanschluss. Die Abhängigkeit vom Internet heißt außerdem, dass ein zweiter Internet-Anschluss als Fallback ratsam ist, z.B. über Mobilfunk oder Kabel oder eine Bündelung verschiedener Dienste. Und nicht zuletzt muss auch die Anbindung des Cloud-Dienstleisters passen.

Leistung unter Last

Der Cloud-Anbieter muss dabei auch die Spitzen schnell abdecken können. Mit der Verfügbarkeit, wie sie die Service Level Agreements definieren, ist das aber so eine Sache: Zahlen zwischen 95 und 99 % sehen auf den ersten Blick gut aus. Entscheidend ist aber, dass die Leistung gegeben ist, wenn das Unternehmen sie braucht.

Ein gängiges Beispiel sind Webshops, die gerade zur Weihnachtszeit Hochkonjunktur haben. Hat der Cloud-Dienstleister mehrere Shops auf der Kundenliste, muss er sicherstellen können, dass er für alle die hohen Zugriffszahlen verarbeiten kann. Ein guter Anbieter sollte die Belastbarkeit seiner Systeme daher belegen – und obendrein einen Plan B vorlegen, falls es einmal nicht so läuft wie geplant.

Aus Erfahrung klug
Gerade bei umfangreichen Anwendungen sollte der Anbieter im Vorfeld testen, wie sie sich auf die Performance auswirken – sinnvollerweise bevor sie live gehen. Dass das nicht unbedingt selbstverständlich ist, zeigt ein Fall, der der MittelstandsWiki-Redaktion bekannt ist: Ein Finanzdienstleister ließ eine komplexe Anwendung in der Cloud laufen, mit der er Geschäftsanwendungen, das Dokumentenmanagementsystem und die Projektverwaltung organisierte. Was zunächst reibungslos funktionierte, funktionierte nach einem Neurelease während der Hauptarbeitszeit nurmehr quälend langsam. Erst nach den Stoßzeiten konnte das Unternehmen wieder zügig arbeiten. Der Cloud-Anbieter ist inzwischen insolvent.

Compliance und Datenschutz

Dass der Cloud-Dienstleister Mandantenfähigkeit zusichern kann, d.h. dass die einzelnen Kunden nur ihre jeweiligen Datensätze einsehen können, sollte selbstverständlich sein. Aber auch auf Mitarbeiterebene muss das Unternehmen Sichtschutz wahren. Damit nur autorisierte Kollegen Einblick in sensible Daten erhalten, gibt es z.B. Hilfsmittel, die direkt die Dokumente markieren und damit festlegen, wer auf sie zugreifen darf.

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Oracle weiß gut, was „mittelständisch“ heißt. Knapp 75 % der Kunden kommen aus diesem Segment. Schließlich stellt man hier bereits seit 1977 diejenigen in den Mittelpunkt, die der Motor ihrer Märkte sind: Unternehmen aus dem Mittelstand.

Oracle ist ein Softwareanbieter, der Unternehmen erfolgreich dabei unterstützt, ihre Kommunikation zu verbessern und Prozesse intelligent zu integrieren. Als Spezialist für standardisierte Lösungen kann Oracle auf jahrzehntelange Erfahrung und die Zusammenarbeit mit starken Partnern bauen. Ausbaufähige Module oder ganze Architekturen optimieren die gesamten Abläufe, so dass auch kleine und mittlere Unternehmen im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können.

Im Bereich Cloud Computing ist Oracle doppelt engagiert: Als Direktanbieter flexibler On-Demand-Lösungen ebenso wie als gesuchter Partner für Cloud-Dienstleister. Eine breit gefächerte Produktpalette von Business-Applikationen garantiert die bruchlose Verzahnung von Abläufen aus und in die Cloud, so dass Datenübergaben problemlos und verlässlich bleiben.

Wer sich über die speziell für den Mittelstand konzipierten IT-Lösungen von Oracle informieren will, stöbert entweder direkt auf der Mittelstandswebseite von Oracle Deutschland. Oder Sie nehmen auf dem Weg dorthin noch unser aktuelles Geschenk für Oracle-Interessenten mit.


ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, Riesstraße 25, D-80992 München, 0800-1824138, dir_ie@oracle.com, www.oracle.de

Auch in puncto Datenschutz ist nämlich die Cloud kein rechtsfreies Gebiet: Sie ist Teil des Unternehmens, das damit für die Sicherheit der personenbezogenen Daten verantwortlich ist – auch dann, wenn ein Cloud-Unternehmer sie in seinem Rechenzentrum verarbeitet. Rechtlich gesehen ist Cloud Computing ein klassischer Fall von Auftragsdatenverarbeitung nach § 11 BDSG. In § 11 Abs. 1 heißt es, dass der Auftraggeber „für die Einhaltung der Vorschriften dieses Gesetzes und anderer Vorschriften über den Datenschutz verantwortlich“ ist, wenn „personenbezogene Daten im Auftrag durch andere Stellen erhoben, verarbeitet oder genutzt“ werden.

Das kann in der Praxis ein kritischer Punkt sein. Befindet sich das Rechenzentrum des Cloud-Anbieters im Ausland, so sollte es zumindest der Europäischen Union angehören. Denn die EU-Richtlinie 95/46/EG verbietet das Speichern personenbezogener Daten in Ländern außerhalb der EU, wenn das betreffende Land „kein angemessenes Datenschutzniveau“ bietet.

Update: Cloud Computing nach Safe Harbor – Der Europäische Gerichtshofs hat mit Urteil vom 6. Oktober 2015 die bisherige Safe-Harbor-Praxis gekippt: Persönliche Daten europäischer Internet-Nutzer seien in den USA nicht ausreichend vor dem Zugriff durch Behörden geschützt. Ein Sonderbeitrag erklärt, welche Folgen das für deutsche Unternehmen hat und was vorerst zu tun ist.
Serie: Externe Clouds für den Mittelstand
Teil 1 geht das Thema von der Nutzenseite an und erklärt, wie Unternehmen ihre IT am besten in die Cloud übersetzen. Teil 2 erklärt, welche Anforderungen dabei auf Anbindung und Anbieter zukommen.

Fazit: Der Scheitelpunkt kommt erst

Während Cloud Computing bei Privatkunden bereits zu den Dingen der alltäglichen Bequemlichkeit zählt, haben Unternehmen, die ihre IT effizient über die Cloud optimieren wollen, einiges mehr zu beachten. Dazu zählen neben den genannten Aspekten auch eine sichere Form der Verschlüsselung (die es schafft, die übertragenen Daten bearbeitbar zu halten), ein verlässliches Backup-Konzept und nicht zuletzt ein Plan zur sicheren Datenlöschung nach Vertragsende.

Kurzum: Die klassische, d.h. externe Cloud ist gar nicht so leicht. Andererseits erscheint diese Lösung angesichts der anrauschenden Datenflut in vielen Fällen fast ohne Alternative. Speziell mittelständische Unternehmen werden in den kommenden Monaten den gewaltigen Zuwachs zu spüren bekommen. Das Beste, was man an den Stellen tun kann, die für die Infrastruktur verantwortlich sind, ist: sich rechtzeitig Gedanken über praktikable Lösungen zu machen.

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