Factoring wird immer öfter zur Finanzierungsalternative für KMU

Wenn der Bankkredit zu teuer ist oder verweigert wird, stellt in vielen Fällen Factoring eine Alternative dar, die immer mehr mittelständische Unternehmen nutzen. Das Ankaufvolumen aus kleinen und mittleren Betrieben lag 2006 bei rund 1,7 Mrd. Euro, das sind ca. 30 % mehr als noch im Jahr 2005. Für 2007 sei zu erwarten, dass das Volumen erstmals die 2-Milliarden-Marke übersteige, prognostiziert der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM).

In dem Verband haben sich Factoring-Gesellschaften organisiert, die vor allem KMU mit Jahresumsätzen von 250.000 Euro bis 10 Mio. Euro anbieten, ihre Forderungen zu kaufen. Sie betreuten 2005 rund 1800 Kunden.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen kämpfen mit einem Mangel an Liquidität. Basel II verschärft das Problem, denn die Kreditvergabe erfolgt immer restriktiver. Für die strategische Finanzplanung des Mittelstands gewinnen daher Alternativen zur klassischen Kreditbeschaffung an Bedeutung. Eine Möglichkeit ist das Factoring, bei dem Unternehmen ihre Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft abtreten. Vorteil: Weil der Factor in der Regel binnen 24 Stunden mindestens 80 % der Forderungen auf das Konto seines Kunden überweist, hat das Warten auf Zahlungen ebenso ein Ende wie die Diskussionen mit der Hausbank. Sobald die Rechnung beglichen ist, wird der Rest an den Factoring-Kunden überwiesen – abzüglich einer umsatzabhängigen Factoring-Gebühr.

Mittelständische Unternehmen profitieren mehrfach: Sie werden finanziell beweglicher, können schnell eigene Rechnungen begleichen und Skonti nutzen oder aber wieder investieren. Die Kreditlinie bleibt außerdem frei für neue Geschäfte.

Informationen zum Mittelstandsfactoring sind im Internet erhältlich. (na/ml)

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