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Der Mittelstand ringt um digitale Kompetenz

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Über ein Drittel der kleinen und mittleren Unter­nehmen (KMU) in Deutsch­land sieht sich gegen­wärtig nicht in der Lage, seinen Bedarf an Digital­kompetenz zu decken. Intensive Weiter­bildungs­maßnahmen für die Beleg­schaft sind oft zu kostspielig.

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Obwohl die Digitalisierung des deutschen Mittelstands langsam Fahrt aufnimmt, gelingt es vielen kleinen und mittleren Unternehmen nicht, Mitarbeiter mit entsprechenden Kompetenzen anzuwerben oder weiterzubilden. Einer Analyse von KfW Research zufolge bewerten 38 % der Unternehmen das mangelnde Know-how ihrer Mitarbeiter als maßgebliche Digitalisierungshürde. 34 % der Befragten attestieren dem Personal Wissenslücken bei zumindest einer wichtigen Digitalkompetenz, 14 % sehen sogar einen erheblichen Engpass: In diesen Unternehmen ist das Know-how bei mindestens einer Digitalkompetenz noch nicht einmal teilweise vorhanden. Den meisten KMU (45 %) mangelt es an Datenanalysespezialisten.

Einen Ausweg bieten Rekrutierung, Auslagerung und Weiterbildung, wobei eine Mehrheit von 70 % in der Schulung der vorhandenen Belegschaft die größte Chance sieht. Jedoch scheuen viele Unternehmen die damit verbundenen Kosten (32 %) und den Arbeitsausfall durch die Abwesenheit der Mitarbeiter (26 %). Zunehmende Bedeutung könnten vor diesem Hintergrund flexible, zeit- und ortsunabhängige E-Learning-Konzepte gewinnen.

Thema: Digitalisierung
Eine Einführung macht mit Chancen und Risiken vertraut; dazu gibt es gleich die ersten Beispiele: Otto in Hamburg, Lufthansa Technik und Viessmann in Berlin. Danach geht der Blick Richtung Nordrhein-Westfalen zu Henkel und Grohe, aber auch zu Hidden Champions wie der Harting-Gruppe. In Bayern sind Jungheinrich, die Wenzel Group, Lamilux und natürlich KUKA gute Beispiele, in Baden-Württemberg Firmen wie Festo und Trumpf. Auf die Chancen der Digitalisierung geht dann Matthias Meyer genauer ein, der Beispiele aus den Bereichen Big Data, Augmented und Virtual Reality sowie Open Innovation nennt. Eher in Richtung Disruption geht das Digitalisierungsinterview, das wir mit Andreas Franken geführt haben; mit ihm haben wir außerdem über die Folgen für den Arbeitsmarkt gesprochen. Weitere Gastbeiträge behandeln das Thema aus der Perspektive von Marketing und Vertrieb, Kundendienst, Logistik, Baubranche und Gastronomie sowie Kommunikationstechnologie. Nicht zuletzt steht auch die Digitalisierung der Energiewende an.