US-Gesetz gegen Spam zeigt langsam Wirkung

Fast ein Viertel aller unerwünschten E-Mails (24,5 Prozent) kam im vierten Quartal 2005 aus den Vereinigten Staaten, dicht dahinter mit 22,3 Prozent folgt China inklusive Hongkong, berichtet Internet Professionell unter Berufung auf amerikanische Studien. Mit deutlichem Abstand rangiert auf Platz drei Südkorea – 9,7 Prozent aller Spam-Mails kommen von dort.

Zwar liegen die USA noch an der Spitze, dennoch ist der Versand im Vergleich spürbar zurück gegangen. Zuvor waren es noch über 40 Prozent. Experten zufolge zeigt vor allem das neue CAN-Spam-Gesetz der USA, das ein hartes Vorgehen ermöglicht, erstmals Wirkung.
Die Zahl der nicht-englischen Mails nahm insgesamt weiter zu, ebenso wie die Zahl der über gekaperte und fremdgesteuerte Rechner, sogenannte Zombie-PCs, verbreiteten Spams. Mittlerweile werden mehr als 60 Prozent aller Junk-Mails über solche Zombies verschickt.

In Europa liegt Frankreich mit fünf Prozent aller weltweit versandten Spam-Mails an der Spitze, Österreich (2,4 Prozent) sowie Deutschland (1,8 Prozent) rangieren auf den hinteren Plätzen (Quelle: Internet Professionell 4/06).

So sehen Editorials in 6 Sprachen aus

In meinem privaten Bildarchiv auf Flickr.Com habe ich in eigener Sache jüngst veröffentlichte Texte meiner täglichen Arbeit online gestellt. Dabei handelt es sich um Editorials für internationale Sonderhefte, die in sechs Sprachen in bis zu 10 Ländern zugleich erscheinen.

Nein, ich schreibe und spreche nicht alle Sprachen. Das machen Übersetzer. Aber wir produzieren die Hefte tatsächlich in Deutschland. Zuerst schreiben deutsche Autoren ihre Texte. Sie werden anschließend ins Englische übersetzt. Einige schreiben auch direkt auf Englisch. Gleichzeitig layouten wir eine englische Masterkopie, deren inhaltliche Freigabe ich verantworte. Die Schlusskorrektur findet in UK statt. Das fertige Heft dient als Vorlage für alle anderen Länder. Während sie jeweils ihre Version lokalisieren, beenden wir gleichzeitig die deutsche Ausgabe, die seit Jahren unter dem Label von PC Direkt erscheint.

In Benelux werden darüber hinaus belgisch-französische, flämische und niederländische Sprachausgaben publiziert, während die spanische Version zusätzlich in Mexiko erscheint. Das Kürzel CPU im Dateinamen der Bilder im Flickr-Archiv steht für Central Publishing Unit, die in München stationiert ist. Dabei handelt es sich um ein anspruchsvolles Projekt, das eine sehr genaue Koordination und reibungslose Zusammenarbeit des internationalen Teams erfordert. Alle Autoren, Layouter und Übersetzer sind übrigens Freiberufler.

Automatische Bietagenten verderben die Preise

Wer sich ernsthaft darüber wundert, als Bieter selbst auf wenig gefragte Schnäppchen in Ebay binnen Minuten stets überboten zu werden, hat vielleicht noch nichts von automatischen Bietagenten gehört. Immer mehr Verkäufer greifen auf Programme oder umstrittene Dienstleister wie XXLSell.Com zurück, um sich vor Dumpingpreisen zu schützen. Im Verbund können zum Beispiel Mindestpreise vereinbart werden, die auf konkrete Angebote unbedingt zu erzielen sind. Egal, wer das vermeintliche Schnäppchen macht – ein anderer Käufer schnappt es buchstäblich in letzter Sekunde weg. Hinter den Kulissen tritt er anschließend von seinem Kauf zurück und das Produkt geht zu einem späteren Zeitpunkt wieder online. Der Schnäppchenjäger hat das Nachsehen. Weiterlesen → „Automatische Bietagenten verderben die Preise“

Wenn der Pagerank in der Toolbar schwankt

Webmaster kennen das Problem: Im Internet Explorer wird für eine Website, zum Beispiel www.mittelstandswiki.de, ein Pagerank von fünf Einheiten angezeigt, während der Browser bei einem Kollegen an einem anderen Ort den Wert null meldet. Das gleiche Phänomen kann sogar auf ein und demselben Rechner auftreten, indem zum Beispiel Firefox einen anderen Pagerank meldet als der Explorer. Vorausgesetzt, in beiden Browsern ist die Google-Toolbar installiert.

Der Grund dafür sind unterschiedliche wenige Wochen alt. Bis Google diese Webadresse mit einem relevanten Pagerank bewertet, können bis zu sechs Monate vergehen. MittelstandsBlog.DE brauchte zum Beispiel vier Monate, um von null auf fünf zu gelangen.

Quad Core-CPUs verbrauchen weniger Strom

Unter dem Codenamen Clovertown arbeitet Intel an der nächsten Prozessorgeneration mit so genannten Quad Cores. Der neue Server-Prozessor werde Anfang 2007 offiziell vorgestellt. Es soll aber bereits einen funktionstüchtigen Rechner mit zwei Clovertown-Prozessoren geben. Die Basis für Clovertown bildet Woodcrest, die erste Server-CPU auf Basis einer neuen Prozessorarchitektur von Intel. Sie soll die Pentium-4-Generation beenden und CPUs mit einer deutlich geringeren Leistungsaufnahme ermöglichen. Ein Clovertown mit vier Kernen werde nicht mehr Energie verbrauchen wie ein aktueller Dual-Core-Xeon auf Pentium-4-Basis.

Diese Trends seien für Intel nur ein erster Schritt zu immer komplexeren Multi-Core-Prozessoren. Insgesamt 17 Projekte sind in der Entwicklung. Darüber hinaus arbeiten Ingenieure des Konkurrenten AMD an Prozessoren mit acht Kernen, die das Abschalten kompletter Cores erlauben. So spart der Prozessor Energie, wenn nicht die volle Rechenleistung verlangt wird (Quelle: PC Professionell 4/06).

Handy-Viren kommen über MMS und Bluetooth

Immer mehr Viren verbreiten sich plattformunabhängig. Deshalb sind Handys der neuesten Generation in Gefahr. Schädlinge, die eigentlich auf dem Betriebssystem Symbian basieren, können auch Handys mit Windows Mobil-System befallen. Deshalb sollte man die Bluetooth-Funktion von Mobiltelefonen nicht ständig eingeschaltet lassen. Auch der Umgang mit MMS verlangt die gleiche Sorgfalt wie der Umgang mit verdächtigen E-Mails.

Der Wurm Commwarrior.B, der sich bislang nur auf Symbian-Geräten wie etwa Nokias N-Gage-Reihe verbreitete, ist einer der ersten bekannten Fälle. Spezialisten haben den Schädling auf dem Windows-Mobile-Smartphone Treo 700w entdeckt. Das Gerät ist erst wenige Wochen auf dem Markt und wird durch Bluetooth-Verbindungen und MMS infiziert. Zudem kursiert ein Trojaner, der sich als WAP-Browser tarnt, mit dem man angeblich Seiten über kostenlose SMS abrufen kann. Laut Kasperksy Lab sind derzeit zahlreiche Kunden russischer Mobilfunkanbieter Ziel des neuen Handy-Trojaneras RedBrowser.A. Dabei handelt es sich eine Java-Anwendung, über die der Anwender WAP-Seiten abrufen soll, ohne einen WAP-Zugang eingerichtet zu haben. Angeblich wird dies über den Versand und Empfang kostenloser SMS realisiert. Tatsächlich verschickt der Trojaner jedoch SMS an kostenpflichtige Mobile Services, bei denen pro Nachricht 5 bis 6 Dollar anfallen (Quelle: PC Professionell 4/06).

Drahtlose Netze sind gesundheitlich unbedenklich

Der entscheidende Faktor für die Belastung durch ein WLAN sei die Strahlungsleistung. Wer beispielsweise ein Handy verwendet, setzt sich im Regelfall einer höheren Belastung aus, als wenn er ein Standard-Funknetz in der Wohnung betreibt, schreibt die Computerzeitschrift PC Professionell. Die Strahlungsleistung der WLAN-Geräte liege bei 0,1 Watt (802.11b/g), bei Handys teilweise über 1 Watt – abhängig vom verwendeten Netz. Zudem würden Handys direkt ans Ohr gehalten. WLAN-Sender seien aufgrund ihres Abstands zum Menschen eher unproblematisch. Denn bei ungestörter Ausbreitung nimmt die Strahlungsleistung mit dem Quadrat des Abstands ab. Das heißt, dass beispielsweise die empfangene Leistung bei einem Meter Abstand von der Sendeantenne hundertmal höher ist als bei einem Abstand von zehn Metern.

Laut Bundesamt für Strahlenschutz gibt es nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder, wie sie von WLAN verursacht werden, gesundheitliche Risiken verursachen. Das Standard-WLAN wird daher vom BFS als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Das Bundesamt betreut derzeit ein umfangreiches Forschungsprogramm zum Thema (Quelle: PC Professionell 3/06).