Automatische Bietagenten verderben die Preise

Wer sich ernsthaft darüber wundert, als Bieter selbst auf wenig gefragte Schnäppchen in Ebay binnen Minuten stets überboten zu werden, hat vielleicht noch nichts von automatischen Bietagenten gehört. Immer mehr Verkäufer greifen auf Programme oder umstrittene Dienstleister wie XXLSell.Com zurück, um sich vor Dumpingpreisen zu schützen. Im Verbund können zum Beispiel Mindestpreise vereinbart werden, die auf konkrete Angebote unbedingt zu erzielen sind. Egal, wer das vermeintliche Schnäppchen macht – ein anderer Käufer schnappt es buchstäblich in letzter Sekunde weg. Hinter den Kulissen tritt er anschließend von seinem Kauf zurück und das Produkt geht zu einem späteren Zeitpunkt wieder online. Der Schnäppchenjäger hat das Nachsehen. Weiterlesen → „Automatische Bietagenten verderben die Preise“

Wenn der Pagerank in der Toolbar schwankt

Webmaster kennen das Problem: Im Internet Explorer wird für eine Website, zum Beispiel www.mittelstandswiki.de, ein Pagerank von fünf Einheiten angezeigt, während der Browser bei einem Kollegen an einem anderen Ort den Wert null meldet. Das gleiche Phänomen kann sogar auf ein und demselben Rechner auftreten, indem zum Beispiel Firefox einen anderen Pagerank meldet als der Explorer. Vorausgesetzt, in beiden Browsern ist die Google-Toolbar installiert.

Der Grund dafür sind unterschiedliche wenige Wochen alt. Bis Google diese Webadresse mit einem relevanten Pagerank bewertet, können bis zu sechs Monate vergehen. MittelstandsBlog.DE brauchte zum Beispiel vier Monate, um von null auf fünf zu gelangen.

Quad Core-CPUs verbrauchen weniger Strom

Unter dem Codenamen Clovertown arbeitet Intel an der nächsten Prozessorgeneration mit so genannten Quad Cores. Der neue Server-Prozessor werde Anfang 2007 offiziell vorgestellt. Es soll aber bereits einen funktionstüchtigen Rechner mit zwei Clovertown-Prozessoren geben. Die Basis für Clovertown bildet Woodcrest, die erste Server-CPU auf Basis einer neuen Prozessorarchitektur von Intel. Sie soll die Pentium-4-Generation beenden und CPUs mit einer deutlich geringeren Leistungsaufnahme ermöglichen. Ein Clovertown mit vier Kernen werde nicht mehr Energie verbrauchen wie ein aktueller Dual-Core-Xeon auf Pentium-4-Basis.

Diese Trends seien für Intel nur ein erster Schritt zu immer komplexeren Multi-Core-Prozessoren. Insgesamt 17 Projekte sind in der Entwicklung. Darüber hinaus arbeiten Ingenieure des Konkurrenten AMD an Prozessoren mit acht Kernen, die das Abschalten kompletter Cores erlauben. So spart der Prozessor Energie, wenn nicht die volle Rechenleistung verlangt wird (Quelle: PC Professionell 4/06).

Handy-Viren kommen über MMS und Bluetooth

Immer mehr Viren verbreiten sich plattformunabhängig. Deshalb sind Handys der neuesten Generation in Gefahr. Schädlinge, die eigentlich auf dem Betriebssystem Symbian basieren, können auch Handys mit Windows Mobil-System befallen. Deshalb sollte man die Bluetooth-Funktion von Mobiltelefonen nicht ständig eingeschaltet lassen. Auch der Umgang mit MMS verlangt die gleiche Sorgfalt wie der Umgang mit verdächtigen E-Mails.

Der Wurm Commwarrior.B, der sich bislang nur auf Symbian-Geräten wie etwa Nokias N-Gage-Reihe verbreitete, ist einer der ersten bekannten Fälle. Spezialisten haben den Schädling auf dem Windows-Mobile-Smartphone Treo 700w entdeckt. Das Gerät ist erst wenige Wochen auf dem Markt und wird durch Bluetooth-Verbindungen und MMS infiziert. Zudem kursiert ein Trojaner, der sich als WAP-Browser tarnt, mit dem man angeblich Seiten über kostenlose SMS abrufen kann. Laut Kasperksy Lab sind derzeit zahlreiche Kunden russischer Mobilfunkanbieter Ziel des neuen Handy-Trojaneras RedBrowser.A. Dabei handelt es sich eine Java-Anwendung, über die der Anwender WAP-Seiten abrufen soll, ohne einen WAP-Zugang eingerichtet zu haben. Angeblich wird dies über den Versand und Empfang kostenloser SMS realisiert. Tatsächlich verschickt der Trojaner jedoch SMS an kostenpflichtige Mobile Services, bei denen pro Nachricht 5 bis 6 Dollar anfallen (Quelle: PC Professionell 4/06).

Drahtlose Netze sind gesundheitlich unbedenklich

Der entscheidende Faktor für die Belastung durch ein WLAN sei die Strahlungsleistung. Wer beispielsweise ein Handy verwendet, setzt sich im Regelfall einer höheren Belastung aus, als wenn er ein Standard-Funknetz in der Wohnung betreibt, schreibt die Computerzeitschrift PC Professionell. Die Strahlungsleistung der WLAN-Geräte liege bei 0,1 Watt (802.11b/g), bei Handys teilweise über 1 Watt – abhängig vom verwendeten Netz. Zudem würden Handys direkt ans Ohr gehalten. WLAN-Sender seien aufgrund ihres Abstands zum Menschen eher unproblematisch. Denn bei ungestörter Ausbreitung nimmt die Strahlungsleistung mit dem Quadrat des Abstands ab. Das heißt, dass beispielsweise die empfangene Leistung bei einem Meter Abstand von der Sendeantenne hundertmal höher ist als bei einem Abstand von zehn Metern.

Laut Bundesamt für Strahlenschutz gibt es nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder, wie sie von WLAN verursacht werden, gesundheitliche Risiken verursachen. Das Standard-WLAN wird daher vom BFS als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Das Bundesamt betreut derzeit ein umfangreiches Forschungsprogramm zum Thema (Quelle: PC Professionell 3/06).

Dual Core bringt 86 Prozent mehr Leistung

Intels neueste Prozessoren bringen Notebooks ordentlich auf Trab. Der Stromverbrauch sei aber noch ein Problem, lautet das Fazit eines Tests des ersten Seriengeräts mit dem neuen Prozessor (Acer Travelmate 8204WLMi) im Labor der Computerzeitschrift PC Professionell. Das Notebook ist mit dem Core Duo T2500 ausgestattet, bei dem jeder Kern mit 2,0 GHz läuft.

Vorteile bringt die Dual-Core-Technik, wenn Anwendungen speziell für den Dual-Prozessor-Betrieb optimiert sind oder wenn mehrere Applikationen im Multitasking-Betrieb parallel laufen. Der spezielle Cinebench-Test spiegele die Anforderungen der für die neuen Prozessoren optimierten 3D-Software Cinema 4D wieder: Der Doppelkern bringt hier 86 Prozent mehr Leistung gegenüber einem vergleichbaren System mit Single-Core-Prozessor. Schneller hätte noch nie ein Notebook im Labor der Tester die entsprechende Testdatei gerendert. Dagegen seien die Geschwindigkeitsgewinne im Multitasking-Modus schwieriger messbar. Weiterlesen → „Dual Core bringt 86 Prozent mehr Leistung“

WM-Tickets haben einen passiven Read-Only-Chip

Beim Verkauf von WM-Tickets sammelt der Deutsche Fußballbund Informationen über die Staatsangehörigkeit, Personalausweis- oder Reisepassnummer. Außerdem will er wissen, welcher Mannschaft man als Fan angehört. Diese Daten können nach einem Abgleich mit der Polizeidatenbank für die Prävention von Ausschreitungen bei Fußballspielen nützlich sein. Das setze die Einwilligung des Kunden voraus, der aber durch die ATGB (Allgemeine Ticket-Geschäftsbedingungen) nicht ausreichend darüber informiert werde.

Die Datenspeicherung allein im Vorfeld der WM 2006 habe enorme Ausmaße angenommen. Von 3,2 Millionen verkauften Tickets werden eine Million verlost. Demgegenüber stehen aber bis zu 40 Millionen Bestellungen. Das heißt, es fallen bis zu 37 Millionen Datensätze an, ohne dass der Interessent ein Ticket erhält. Für Marketing- und Werbemaßnahmen seien diese Angaben Gold wert, kritisieren Datenschützer.

Die Tickets selbst beinhalten passive Read-only-Chips, auf denen eine UID (Unique Identification Number) gespeichert ist. Der DFB verkauft die Tickets jedoch nicht als Inhaberkarten wie etwa Kinokarten. Der Eintritt ins Stadion ist nicht an die Karte gebunden, sondern an die Person. Deshalb muss das Lesegerät die UID mit den Personendaten in der DFB-Datenbank abgleichen, was Datenschützern ebenfalls schwer im Magen liegt (Quelle: PC Professionell 3/06).