Tablet-PCs erkennen Handschriften zu 98 Prozent

Wer einmal mit der Schrifterkennung eines Tablet-PCs gearbeitet hat, würde nie mehr eine richtige Tastatur nehmen wollen, ist das Ergebnis eines umfangreichen Tests der Computerzeitschrift PC Professionell. Lediglich die stattlichen Preise zwischen 1700 und 4200 Euro hielten eine massenhafte Verbreitung noch auf.

Der Anwender schreibt mit einem Stift aufs Display. Eine Handschrifterkennung wandelt die Notizen in Text um, der in Windows-Anwendungen weiterverarbeitet wird. Die Texterkennung funktioniert inzwischen wesentlich besser als bei den Vorgängergenerationen. Im Idealfall liegt die Erkennungsrate bei 98 Prozent, so der Test. Auch Skizzen können mit dem Stift gezeichnet und in Präsentationen eingebunden werden. Die Geräte wiegen im günstigsten Fall nur 1,45 Kilogramm, und die Akkus halten bis zu fünfeinhalb Stunden durch – eine echte Alternative zu »normalen« Notebooks. Auch lahmende Prozessoren gehören der Vergangenheit an. Mit den aktuellen Mobilprozessoren von Intel sind die Tablets nicht nur flott, sie bleiben auch angenehm kühl – die Unterseite wird allenfalls handwarm.

Vergleichssieger wurde der Fujitsu Siemens Stylistic ST5032 zum Preis von 2950 Euro, dem die Tester unter anderem ein gutes Display und ein durchdachtes Bedienkonzept bescheinigten (Quelle: PC Professionell 4/06).

Frühjahrsputz kann Windows schneller machen

Zwei Stunden und wenige Arbeitsschritte sollen ausreichen, um Windows XP zu entschlacken und wieder auf Vordermann zu bringen. Dann könne der Rechner schneller, stabiler und speichersparender als am ersten Tag laufen, empfiehlt die Computerzeitschrift PC Professionell.

Zunächst sollte man überflüssige Dateien ausfindig machen und löschen. Dazu gehören beispielsweise alle automatisch auf Festplatte gespeicherten Service-Pack- und Windows-Update-Backups. Zu finden sind die Ordner unter Windows\$. Wer neue Updates nicht wieder deinstallieren will, kann bedenkenlos alle $-Ordner löschen. Ähnliches gilt für Inhalte im Verzeichnis Windows\SoftwareDistribution\Download oder die Temp-Ordner.

Deutlich schneller könne der Rechner werden, wenn man alte Treiber für Grafik-, Sound- oder TV-Karten konsequent durch die aktuellsten Versionen ersetzt. Performancegewinn bringe auch das radikale Ausmisten des Autostart-Ordners. Hier sollten wirklich nur die Programme beim Systemstart geladen werden, die man zur Arbeit benötigt. Generell gelte: Auf Software, die man nicht wenigstens zweimal im Monat nutzt, kann häufig getrost verzichtet werden.

Schließlich sollte auch die Anzahl der gestarteten Windows-XP-Services überprüft und minimiert werden. Zahlreiche Tools, die Microsoft beim Start als nützlich erachtet, sind es in der Praxis nicht. Das Aufräumen schafft nicht nur Platz im Arbeitsspeicher, sondern macht Windows auch sicherer. Computerlaien sollten hier ein kostenloses Tool aus dem Internet benutzen: SVC2 KXP 2.2 (Quelle: PC Professionell 4/06).

Web-Browser zeigen Grafiken unterschiedlich

Alternative Browser wie Firefox und Opera gewinnen an Verbreitung, die ein Umdenken unter Webdesignern erforderlich macht. Ein Vergleich verschiedener Browser bei der Darstellung einfacher Grafiken im GIF-, JPEG- und PNG-Format ergab, dass Gecko und Opera gleichauf liegen. Lediglich der Internet Explorer kann die Transparenz in PNG-Grafiken nicht darstellen. Das Vektorgrafikformat SVG (Scalable Vector Graphics) zeigt Opera ohne weitere Treiber am besten an. Zwar hat auch der Firefox 1.5 eine grundlegende SVG-Unterstützung. Diese zeigt jedoch nur einen Teil der Grafiken an. Während Internet Explorer, Netscape und K-Meleon mit den SVG-Treibern von Adobe dazu gebracht werden können, die Vektorgrafiken richtig anzuzeigen, hat diese Installation weder auf Firefox noch auf Opera irgendeine Wirkung.

Microsofts Internet Explorer hält sich nur teilweise an die Vorgaben des WWW Consortiums (W3C), des Gremiums zur Standardisierung des World Wide Webs. Dass viele Seiten dennoch im IE besser dargestellt werden als in anderen Browsern oder gar nur mit ihm laufen, liegt daran, dass die Web-Entwickler es sich zu Eigen gemacht haben, spezielle IE-Features zu verwenden, die nichts mit den W3C-Vorgaben zu tun haben. Seit dem Firefox-Boom müssen Webdesigner deshalb wieder verstärkt darauf achten, den kleinsten gemeinsamen Nenner bei Spezialfunktionen zu verwenden und so die Seiten gut darstellbar zu machen, empfehlen Tester der Zeitschrift Internet Professionell.

US-Gesetz gegen Spam zeigt langsam Wirkung

Fast ein Viertel aller unerwünschten E-Mails (24,5 Prozent) kam im vierten Quartal 2005 aus den Vereinigten Staaten, dicht dahinter mit 22,3 Prozent folgt China inklusive Hongkong, berichtet Internet Professionell unter Berufung auf amerikanische Studien. Mit deutlichem Abstand rangiert auf Platz drei Südkorea – 9,7 Prozent aller Spam-Mails kommen von dort.

Zwar liegen die USA noch an der Spitze, dennoch ist der Versand im Vergleich spürbar zurück gegangen. Zuvor waren es noch über 40 Prozent. Experten zufolge zeigt vor allem das neue CAN-Spam-Gesetz der USA, das ein hartes Vorgehen ermöglicht, erstmals Wirkung.
Die Zahl der nicht-englischen Mails nahm insgesamt weiter zu, ebenso wie die Zahl der über gekaperte und fremdgesteuerte Rechner, sogenannte Zombie-PCs, verbreiteten Spams. Mittlerweile werden mehr als 60 Prozent aller Junk-Mails über solche Zombies verschickt.

In Europa liegt Frankreich mit fünf Prozent aller weltweit versandten Spam-Mails an der Spitze, Österreich (2,4 Prozent) sowie Deutschland (1,8 Prozent) rangieren auf den hinteren Plätzen (Quelle: Internet Professionell 4/06).

So sehen Editorials in 6 Sprachen aus

In meinem privaten Bildarchiv auf Flickr.Com habe ich in eigener Sache jüngst veröffentlichte Texte meiner täglichen Arbeit online gestellt. Dabei handelt es sich um Editorials für internationale Sonderhefte, die in sechs Sprachen in bis zu 10 Ländern zugleich erscheinen.

Nein, ich schreibe und spreche nicht alle Sprachen. Das machen Übersetzer. Aber wir produzieren die Hefte tatsächlich in Deutschland. Zuerst schreiben deutsche Autoren ihre Texte. Sie werden anschließend ins Englische übersetzt. Einige schreiben auch direkt auf Englisch. Gleichzeitig layouten wir eine englische Masterkopie, deren inhaltliche Freigabe ich verantworte. Die Schlusskorrektur findet in UK statt. Das fertige Heft dient als Vorlage für alle anderen Länder. Während sie jeweils ihre Version lokalisieren, beenden wir gleichzeitig die deutsche Ausgabe, die seit Jahren unter dem Label von PC Direkt erscheint.

In Benelux werden darüber hinaus belgisch-französische, flämische und niederländische Sprachausgaben publiziert, während die spanische Version zusätzlich in Mexiko erscheint. Das Kürzel CPU im Dateinamen der Bilder im Flickr-Archiv steht für Central Publishing Unit, die in München stationiert ist. Dabei handelt es sich um ein anspruchsvolles Projekt, das eine sehr genaue Koordination und reibungslose Zusammenarbeit des internationalen Teams erfordert. Alle Autoren, Layouter und Übersetzer sind übrigens Freiberufler.

Automatische Bietagenten verderben die Preise

Wer sich ernsthaft darüber wundert, als Bieter selbst auf wenig gefragte Schnäppchen in Ebay binnen Minuten stets überboten zu werden, hat vielleicht noch nichts von automatischen Bietagenten gehört. Immer mehr Verkäufer greifen auf Programme oder umstrittene Dienstleister wie XXLSell.Com zurück, um sich vor Dumpingpreisen zu schützen. Im Verbund können zum Beispiel Mindestpreise vereinbart werden, die auf konkrete Angebote unbedingt zu erzielen sind. Egal, wer das vermeintliche Schnäppchen macht – ein anderer Käufer schnappt es buchstäblich in letzter Sekunde weg. Hinter den Kulissen tritt er anschließend von seinem Kauf zurück und das Produkt geht zu einem späteren Zeitpunkt wieder online. Der Schnäppchenjäger hat das Nachsehen. Weiterlesen → „Automatische Bietagenten verderben die Preise“

Wenn der Pagerank in der Toolbar schwankt

Webmaster kennen das Problem: Im Internet Explorer wird für eine Website, zum Beispiel www.mittelstandsblog.de, ein Pagerank von fünf Einheiten angezeigt, während der Browser bei einem Kollegen an einem anderen Ort den Wert null meldet. Das gleiche Phänomen kann sogar auf ein und demselben Rechner auftreten, indem zum Beispiel Firefox einen anderen Pagerank meldet als der Explorer. Vorausgesetzt, in beiden Browsern ist die Google-Toolbar installiert.

Der Grund dafür sind unterschiedliche wenige Wochen alt. Bis Google diese Webadresse mit einem relevanten Pagerank bewertet, können bis zu sechs Monate vergehen. MittelstandsBlog.DE brauchte zum Beispiel vier Monate, um von null auf fünf zu gelangen.